Private Krankenversicherung Vergleich
Bei einem Vergleich von der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung in Deutschland fällt als Erstes die prekäre Lage auf, in welcher sich die gesetzliche Krankenversicherung befindet. In einem Herbstgutachten des Jahres 2011 warnt das Bundesversicherungsamt vor einer Masseninsolvenz innerhalb der GKV. Die Experten des Wissenschaftlichen Beirats des Amtes sehen die gesetzliche Krankenversicherung allerdings von politischer Seite unter Druck. Der Gesundheitsfonds entfaltet allmählich eine prekäre Wirkung.Gesetzliche Krankenversicherung: Kopfprämie im Kleinen?
Daniel Bahr (FDP), seines Zeichens deutscher Bundesgesundheitsminister, versucht gegenzusteuern. Da der mit der Gesundheitsreform eingeführte Einheitsbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung die Wurzel allen Übels ist, strebt Bahr doch so etwas wie eine einkommensunabhängige Kopfprämie an. Auch das Versorgungsstrukturgesetz soll nicht nur die medizinische Versorgung verbessern, sondern auch die gesetzliche Krankenversicherung entlasten.
Die Versicherten der GKV indes sind verunsichert und auch empört, weil für sie der Gesundheitsfonds keine Verbesserung gebracht hat - im Gegenteil. Die Monatsbeiträge für die gesetzliche Krankenversicherung fallen durch Zusatzbeiträge immer unterschiedlicher aus - und das bei teilweise nachlassenden Leistungen.
Kein Wunder, dass ein Private Krankenversicherung Vergleich immer häufiger angestellt wird, sowohl in den Medien als auch von vielen Versicherten selbst. Das Thema ist ein Dauerbrenner des Jahres 2011. Natürlich haben die Versicherten die Wahl; auch innerhalb der GKV ist ein Vergleich jederzeit angebracht. Schließlich verfügt die gesetzliche Krankenversicherung über die Mittel der Wahltarife und der Beitragsrückerstattungen. Im Vergleich mit der PKV scheint die gesetzliche Krankenversicherung dennoch immer schlechter abzuschneiden.
Vergleich der GKV-Tarife
Durch die Einheitsprämie, welche die gesetzliche Krankenversicherung seit der Gesundheitsreform des Jahres 2009 erhebt, scheint der Vergleich zwischen den Kassen nicht mehr so bedeutsam zu sein wie früher, aber der Eindruck trügt. Es kommen durch differenziertere Leistungen, Wahltarife, Zusatzbeiträge oder im Gegenteil Beitragsrückerstattungen durchaus signifikante Unterschiede zwischen einzelnen Kassen der GKV zustande. Der Zusatzbeitrag ist seit dem Jahr 2011 sogar in seiner Höhe nicht mehr begrenzt. Das beweist, dass Mitgliedern der GKV jederzeit ein Vergleich nicht nur mit der PKV, sondern auch mit anderen gesetzlichen Kassen anzuraten ist.
Auch die Leistungen gesetzlicher Krankenversicherungen fallen immer noch durchaus differenziert aus, obwohl sich viele von ihnen mehr und mehr auf die bloße Erhebung von Zusatzbeiträgen oder im besten Fall die Beitragsrückerstattung fokussieren. Allerdings hat der Gesundheitsfonds keine Gerechtigkeit geschaffen. Wirtschaftliche Kassen innerhalb der GKV sind seither deutlich benachteiligt. Sie müssen den Einheitsbeitrag erheben, verteuern sich dadurch und werden unattraktiver für ihre Mitglieder.
Leistung auf Basisniveau - Vergleich GKV und PKV
Die Gesundheitsreform brachte unter anderem die Versicherungspflicht für alle (§ 193 VVG). Im Gegenzug musste die private Krankenversicherung ihren sogenannten Basistarif einführen, der zu sehr moderaten Kosten Leistungen auf dem Niveau gesetzlicher Kassen anbietet. Lohnt sich hier der Vergleich für Versicherte, die sich als Selbstständige zwischen gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung entscheiden können?
Ein Vergleich lohnt immer, allerdings sind die Möglichkeiten innerhalb der PKV noch wesentlich größer. Denn der Vergleich der privaten Krankenversicherung geht auch innerhalb des Basistarifs: Wer als privat Versicherter eine enorm hohe Selbstbeteiligung und gleichzeitig wirklich nur Grundleistungen wählt, kann sich schon - als jüngere Person - für einen zweistelligen Monatsbeitrag absichern. Krank werden sollte er dabei in der privaten Krankenversicherung möglichst nicht, die Selbstbeteiligung liegt gewöhnlich um 5.000 Euro.
Mit dem günstigen Basistarif genügt man der Versicherungspflicht. Aufstocken kann man die Police bei der privaten Kranknversicherung allemal. Nur wer Familie hat und die Kinder oder auch einen Partner kostenlos mitversichern will, sollte den Vergleich mit der GKV anstellen. Hier hieße es dann zwischen einzelnen Kassen oder Gesellschaften der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung zu vergleichen.
Alleinverdienende mit Familien gehen vielleicht nach so einem Vergleich den sicheren Weg über die GKV. Es steht ihnen immer noch die Möglichkeit privater Zusatzversicherungen offen. Hier lohnt sich der Vergleich innerhalb angebotener PKV-Tarife auf jeden Fall. Durch den modularen Aufbau der Privaten kann jedes Gesundheitsrisiko auf gewünschte Weise abgesichert werden.
Es bleibt aber zu beachten, dass nur Selbstständige und Arbeitnehmer ab der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 49.500 Euro eine privaten Krankenverischerung abschließen können. Bei Stundenten sei zu beachten, dass sie nicht ohne Weiteres der privaten Krankenversicherung beitreten können. Nur wenn sie bereits über Ihre Eltern privat versichert waren, haben sie die Chance den günstigen Studententarif der privaten Krankenversicherung zu bekommen.
Der Vergleich der privaten Krankenversicherungen
Wie bereits oben angeführt, lohnt sich speziell bei der privaten Krankenversicherung der Vergleich. Die Variationen der Tarife entsprechen dem Umfang der Leistungen. Aus diesem Grund kann man keinen Einheitlichen Tarif nennen. Es gibt natürlich auch einen Basistarif, der dem Leistungsmodell der Gesetzlichen entspricht. Interessant sind jedoch die individuellen Tarife, die den individuellen Bedürfnissen des Versicherungsnehmers angepasst werden. Die Kombinationen sind von Anbieter zu Anbieter im Preis und in der Ausprägung unterschiedlich. Ohne einen Vergleich und einen Vergleichsrechner würde jedem Wechselwilligen die Transparenz fehlen.
Auch wenn es nur eine private Zusatzversicherung sein soll, sollte der Versicherungsnehmer sich nicht nur auf die Empfehlung der gesetzlichen Krankenkasse verlassen, sondern einen Vergleich anstellen. Eine Kooperation von einer privaten mit einer gesetzlichen Versicherung ist meist nur für die Versicherer von Vorteil.
Durch den Vergleich der privaten Krankenversicherungen sind ein optimaler Tarif und eine optimale Versorgung gewährleistet.