Krankentagegeldversicherung – finanzielle Nachteile ausgleichen

Eine Krankentagegeldversicherung ist eine sehr sinnvolle Versicherung, da sie nach einem Unfall oder einem Krankheitsfall der Versicherten Person ein Krankentagegeld bezahlt. Die Absicherungshöhe darf bei Arbeitnehmern das Nettoeinkommen nicht überschreiten. Bei Freiberuflern und Selbstständigen sollte die Absicherung nicht höher als der zu erzielende Gewinn sein.
Außerdem besteht die Möglichkeit zusätzlich eine Karenzzeit mit einzubauen. Unter Karenzzeit versteht man die Zeit, wann die Versicherung bezahlt (bei Arbeitnehmern nach dem 43. Tag, bei Selbstständigen und Freiberuflern kann dies schon früher sein).

Eine Krankentagegeldversicherung dient dazu um finanzielle Nachteile auszugleichen. Es gibt dabei mehrere Formen, je nach dem in welchem Arbeitsverhältnis man steht.
Das Krankentagegeld wird steuerfrei ausgezahlt und orientiert sich an den jeweiligen Nettoeinahmen. Das Geld wird an jedem Tag gezahlt, auch an Sonn- und Feiertagen.

Krankentagegeld für Angestellte und Arbeiter
Angestellte und Arbeiter, die in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, erhalten vom Arbeitgeber 6 Wochen lang eine Lohnfortzahlung. Danach würde eine Krankentagegeldversicherung einspringen und die Differenz zum Nettoverdient übernehmen. In den meisten Fällen wird diese Leistung auch bei Berufskrankheiten und Berufsunfällen (inkl. entsprechender Leistungsanpassungen) gezahlt. Bei der Auszahlung gibt es Obergrenzen, die beim Abschluss des Vertrages beachtet werden sollten.
Für Arbeiter und Angestellte die privat krankenversichert sind, verhält sich der Schutz genauso wie bei gesetzlich Versicherten.

Krankentagegeld für Freiberufler und Selbstständige
Für Freiberufler und Selbstständige ist eine Krankentagegeldversicherung sehr wichtig, da sie z.B. bei Krankheit oft sehr harte Einschnitte haben. Beim Leistungsumfang sind sie Arbeitnehmern gleichgestellt. Da sie allerdings keinen festen Arbeitgeber besitzen der eine Lohnfortzahlung übernehmen kann, tritt hier die Krankentagegeldversicherung schon viel früher in Kraft. Sehr gängige Startzeiten sind dabei der 4. oder 8. Tag.
Die jeweiligen Tarife können beliebig kombiniert werden und die Kosten entsprechend angepasst werden. In der Regel zahlen Freiberufler niedrigere Beiträge als Selbstständige.

Arbeitgeber haben die Möglichkeit sich gegen finanzielle Risiken bei Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern abzusichern, dies kann durch eine Krankentagegeldversicherung passieren. Diese Form bezeichnet man als Arbeitsausfallversicherung, da sie vergleichbare Möglichkeiten des Versicherungsschutzes bietet wie bei Selbstständigen und Freiberuflern.

Fazit
Für Freiberufler und Selbstständige ist eine Krankentagegeldversicherung absolut notwendig. Vor Abschluss einer solchen Versicherung sollte man allerdings mehrere Angebote miteinander vergleichen. Der jeweilige Versicherungsschutz sollte individuell auf die jeweilige berufliche Situation angepasst werden. Bei den angebotenen Tarifen sollte man auf mitversicherte Zusatzleistungen achten.
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